• Luke Gollenstede

Tipps und Tricks bei einem Unfallschaden

Aktualisiert: Nov 18


Jeder war schon einmal in dieser Situation oder wird Sie früher oder später selber erleben. Man hat einmal nicht aufgepasst und ist in einen Unfall verwickelt. Wir geben Ihnen in diesem Beitrag hilfreiche Tipps und Tricks zum Thema, wie wickle Ich einen Unfallschaden richtig ab.




Tipp 1: Ruhe bewahren

Tipps und Tricks zu richtigen Abwicklung eines Unfallschadens

Der erste und wichtigste Tipp nach jedem Unfall ist, Ruhe zu bewahren. Sie sollten in dieser Situation keinerlei voreiligen Entscheidungen treffen. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie keinerlei Schuld am Unfall haben. Dennoch sollte man auch bei einer unklaren Schuldfrage, sich nicht auf vorschnelle Angebote des Unfallgegners oder auch dessen Versicherung einlassen. Denn Ihnen stehen als Unfallgeschädigter einige Rechte zu, auf welche Sie durch vorschnelles Handeln verzichten würden.


Einige Rechte die man in diesem Zusammenhang nennen könnte wären:

· Das Recht auf einen unabhängigen von Ihnen gewählten Kfz-Sachverständigen

· Das Recht auf eine vollständige Entschädigung im Schadensfall

· Recht auf einen kostenlosen Mietwagen

· Und viele mehr!


Tipp 2: Bestehen Sie auf Ihr Recht einen freien Kfz Gutachter engagieren zu dürfen

Bestehen Sie auf Ihr Recht und beauftragen Sie einen freien Kfz Gutachter!

Als zweiten sehr wichtigen Tipp, sollten Sie immer auf einen freien Kfz Gutachter bestehen. Dieser arbeitet unabhängig von der Versicherung und arbeitet nur in Ihrem Interesse. Von daher sollten Sie auch auf keinen Fall, den Sachverständigen der Versicherung akzeptieren. Ein freier Gutachter ist Ihr persönlicher Partner im Schadensfall und begleitet Sie durch die komplette Schadenregulierung. Nach einem Unfall nimmt der Kfz Gutachter Ihren Schaden bei Ihnen Zuhause oder in einer Werkstatt in Ihrer Nähe auf und erstellt anhand von Bildern und Aufzeichnungen Ihr Unfallgutachten. In diesem Gutachten werden alle relevanten und mit dem Unfall in Verbindung stehenden Beschädigungen berücksichtigt und bewertet. Es wird ebenfalls die Wertminderung Ihres Fahrzeuges oder auch eine Nutzungsausfallpauschale berechnet. Alles zusammen wird in einem schriftlichen Gutachten festgehalten und an die gegnerische Versicherung geschickt. Diese ist dann dazu verpflichtet die dort verordnete Reparatursumme zu begleichen, oder Ihnen das Geld auszuzahlen.


Es gibt zwei Möglichkeiten wie Sie mit Ihrer Entschädigung verfahren können:


Eine Reparatur: Wie diese Option schon vermuten lässt, lassen Sie Ihr Fahrzeug von einer Werkstatt reparieren. Die Reparaturrechnung wird dann durch die gegnerische Versicherung beglichen.


Fiktive Abrechnung: Bei dieser Option wird Ihnen das Geld, welches Sie eigentlich für die Reparatur erhalten sollen, ausgezahlt. Dann haben Sie die Möglichkeit, dass Fahrzeug nicht zu reparieren, es selbst Instand zu setzen oder es irgendwo anders reparieren zu lassen.


Tipp 3: Achten Sie auf den richtigen Kfz-Sachverständigen

Achten Sie nach einem Unfall auf die richtige Wahl des Gutachters. Der Begriff „Kfz-Sachverständiger“ ist nicht geschützt, d.h praktische jede Person kann sich so nennen. Daher sollten Sie auch bei einem Sachverständigen auf eine gewisse Erfahrung achten.


Das sollte ein Kfz-Gutachter sein:

Achten Sie auch auf die Bewertungen.

  1. Mindestens Geselle in einem Kfz- orientierten Beruf: zB. Karosserie- und Fahrzeugbau, Ingenieur, Mechatroniker etc.

  2. Besser noch: ein Meistertitel, zB. Karosserie- und Fahrzeugbaumeister oder Lackiermeister

  3. Ausreichend Erfahrung: auf jeden Fall mehrere Jahre Erfahrung als Kfz-Meister

  4. Gute Bewertungen: achten Sie auf die Bewertungen bei Google! Die Bewertung sollte min. 3,5 Sterne oder mehr betragen

  5. Guter Service: der Kfz Gutachter sollte einen rundum Service betreiben. Das heißt er sollte Sie von der Erstellung des Gutachten, bis zum Erhalt des Geldes begleiten. Sie sollten sich um nichts kümmern müssen.



Tipp 4: Auch bei einem Kaskoschaden sollten Sie immer auf einen Gutachter bestehen!

In den oben genannten Tipps haben wir uns größtenteils auf den Haftpflichtschadenfall bezogen. Bei einem Kaskoschaden sollten Sie aber ebenfalls immer auf eine Gutachter bestehen. Um kurz den Begriff zu erläutern: Ein Kaskofall liegt vor, wenn Sie einen Schaden an Ihrem Fahrzeug selber zu verschulden haben. Auch hier ist ein Gutachten durchaus sinnvoll, um wirklich alle Beschädigungen an Ihrem Fahrzeug aufzudecken. Zudem sichert es Sie vor Kostenfallen ab. In diesem Fall, schickt die Versicherung meist einen Ihrer Gutachter. Dies ist auch völlig legitim, da Ihnen im Kaskofall nicht die gleichen Recht zugesprochen werden, wie bei einem Haftpflichtschaden. Doch auch die Gutachter von der Versicherung sind Experten auf Ihrem Gebiet.


Zusammenfassung:

Sie sollten nach einem Unfall niemals vorschnell handeln und vor allem nach einem Unfall an dem Sie nicht Schuld sind, immer auf einen von Ihnen gewählten freien Kfz Gutachter bestehen. Nur so nehmen Sie alle Ihre Rechte wahr. Doch auch im Kaskofall sollten Sie niemals auf eine Sachverständigen verzichten und in vielen Fällen ein Gutachten anfertigen lassen.


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